Cyclist in silhouette during sunset, representing stamina and VO2 max for sport nutrition.

Zusammenfassung

Eine von der University of Exeter geleitete Studie im Journal of Applied Physiology ergab, dass das Trinken von Rote-Bete-Saft die Ausdauer steigern und die Belastbarkeit beim Training um bis zu 16 % erhöhen kann.

Die Studie zeigt, dass das Trinken von Rote-Bete-Saft die Sauerstoffaufnahme in einem Ausmaß reduziert, das mit keiner anderen bekannten Methode, einschließlich Training, erreicht werden kann.

Das Forschungsteam ist der Ansicht, dass die Ergebnisse für Ausdauerathleten von großem Interesse sein könnten. Sie könnten auch für ältere Menschen oder Personen mit Herz-Kreislauf-, Atemwegs- oder Stoffwechselerkrankungen relevant sein.

Wichtigste Erkenntnisse

Mehr Ausdauer

Teilnehmer, die sechs Tage lang täglich 500 ml Bio-Rote-Bete-Saft tranken, konnten durchschnittlich 92 Sekunden länger Rad fahren als diejenigen, die ein Placebo (Johannisbeersirup) tranken.

Die Zeit bis zur Erschöpfung während hochintensiver Belastung erhöhte sich um 16 %.

Reduzierte Sauerstoffaufnahme

Während moderater körperlicher Belastung um 19 % reduziert.

Die Studie zeigte erstmals, wie das Nitrat im Rote-Bete-Saft zu einer Verringerung der Sauerstoffaufnahme führt und körperliche Belastung weniger anstrengend macht.

Die Auswirkungen auf die Sauerstoffaufnahme wurden als etwas beschrieben, das „mit keinen anderen bekannten Mitteln, einschließlich Training, erreicht werden kann“.

Blutdruck senken

Die Gruppe, die den Rote-Bete-Saft konsumierte, wies ebenfalls einen niedrigeren Blutdruck in Ruhe auf.

Potenzieller Mechanismus

Forscher vermuten, dass die Vorteile darauf zurückzuführen sind, dass das Nitrat im Rote-Bete-Saft im Körper in Stickstoffmonoxid umgewandelt wird, wodurch der Sauerstoffbedarf bei körperlicher Belastung sinkt.

Nitrat (NO3) wird zu Nitrit (NO2) und anschließend zu Stickstoffmonoxid (NO) umgewandelt, was die Effizienz der Mitochondrien verbessert.

Auswirkungen

Die Ergebnisse wurden nicht nur für professionelle und Amateur-Ausdauersportler als äußerst interessant angesehen, sondern auch für ältere Menschen sowie Personen mit Herz-Kreislauf-, Atemwegs- oder Stoffwechselerkrankungen, die unter einer geringen körperlichen Fitness leiden.

Der korrespondierende Autor, Professor Andy Jones, wies darauf hin, dass die Forschung Menschen mit geringer körperlicher Fitness helfen könnte, ihren Alltag leichter zu bewältigen.

Referenzen

Die Supplementierung mit Nitrat reduziert den O2-Bedarf bei Belastung mit niedriger Intensität und verbessert die Belastungstoleranz bei hochintensiver Belastung beim Menschen von Stephen J. Bailey, Paul Winyard, Anni Vanhatalo, Jamie R. Blackwell, Fred J. DiMenna, Daryl P. Wilkerson, Joanna Tarr, Nigel Benjamin und Andrew M. Jones wurde am 6. August 2009 online im Journal of Applied Physiology veröffentlicht.

Quelle: University of Exeter

Dr. Nils P. Reither

Diese Studie gilt als wegweisender „Klassiker“ im Bereich der Sporternährung. Vor dieser Veröffentlichung wurde die Vorstellung, dass ein einfacher Gemüsesaft die Effizienz der Sauerstoffnutzung im menschlichen Körper erheblich verändern könnte, skeptisch betrachtet.

Seit ihrer Veröffentlichung im Jahr 2009 wurde die Studie tausendfach zitiert und hat eine ganze Branche von „Rote-Bete-Shots“ und Nitratpräparaten ins Leben gerufen.

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