Norwegischer Champion: Radfahrer Arvid Johannesen Jr.

16. Sep 2025

Vom norwegischen Meister zum WM-Anwärter: Der Aufstieg des Zeitfahrers Arvid Johannesen Jr.

Am vergangenen Wochenende wurde der erst 46-jährige Arvid Johannesen Jr. norwegischer Meister im Zeitfahren. „Die Abstände sind gering, aber an diesem Tag hat bei mir alles gepasst“, sagt der Radfahrer, der nun für ein größeres Ziel trainiert: eine Medaille bei den Weltmeisterschaften.

Johannesen aus Alversund in Norwegen fährt seit fünf Jahren wettkampfmäßig Rad, doch seine Hingabe an das Training reicht ein ganzes Leben zurück. Bei den nationalen Masters-Meisterschaften in Rauma am vergangenen Sonntag zahlte sich seine harte Arbeit mit dem ersten Platz aus.

„Die jahrelange harte Arbeit hat sich ausgezahlt“, sagt Arvid. Er erklärt, dass die Strecke des „arktischen Zeitfahrens“ mit ihrem flachen und schnellen Profil perfekt zu seinem Fahrstil passte.


 

Ein neuer Streckenrekord

Arvid absolvierte die 30 Kilometer lange Strecke, die in Åndalsnes begann und endete, in atemberaubenden 38 Minuten und 2 Sekunden. Der bisherige Streckenrekord lag bei 38 Minuten und 47 Sekunden.

„Es war unglaublich schnell“, sagt er. „Das ist eine Strecke, auf der man hart startet und den gesamten Weg über vollen Druck aufrechterhält. Ich fuhr mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 47 km/h – so schnell bin ich noch nie Rad gefahren.“

Sein nationaler Titel qualifiziert den 46-Jährigen sowohl für die Nordischen Meisterschaften als auch für die Weltmeisterschaften. Er hat sich entschieden, auf die nordische Veranstaltung zu verzichten und einem Familienurlaub Vorrang zu geben.

„Ich streiche die Nordischen Meisterschaften und gebe stattdessen einem Urlaub mit meiner Familie Vorrang“, sagt er. „Danach konzentriere ich mich auf die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Dänemark im September.“

Das Urlaubsziel seiner Familie ist zufällig Dänemark, wo er die Strecke der Weltmeisterschaft vorab erkunden möchte.


 

Eine Medaille bei den Weltmeisterschaften im Visier

Auf die Frage nach seinem Ziel bei den Weltmeisterschaften antwortet Arvid eindeutig.

„Eine flache Strecke in Dänemark liegt mir sehr gut, und die Weltmeisterschaft war dieses Jahr mein großes Ziel“, sagt er. „Ich strebe den Sieg an, aber damit ich erfolgreich bin, muss vieles zusammenpassen.“

Wie viele Radsportfans hängt Arvid derzeit gebannt vor dem Fernseher und verfolgt die Radfahrer bei der Tour de France. Aber er schaut nicht nur zu – er absolviert täglich sein eigenes Training.

Er fährt jeden Tag Rad und kombiniert Langstreckenfahrten mit kürzeren, hochintensiven Einheiten. Normalerweise trainiert er in der Region Nordhordland und fährt dabei oft durch Skjelanger, Radøy und Austrheim sowie in die Stadt.


 

Training, Familie und Alltag unter einen Hut bringen

 

Für Arvid, der selbstständig ist, hat es Priorität, seinen Trainingsplan mit dem Familienleben zu vereinbaren.

„Ich trainiere durchschnittlich 2 Stunden am Tag oder 12–18 Stunden pro Woche“, sagt er. „Oft trainiere ich morgens, bevor die Kinder aufwachen, oder abends, nachdem sie ins Bett gegangen sind.“

Außerdem hat er in seiner Garage einen Heimtrainer aufgestellt, mit dem er zu Hause trainieren kann, während seine Frau, eine Krankenschwester, arbeitet. „Es kommt vor allem auf eine gute Planung an“, sagt er.

Auch seine beiden Söhne fahren gerne Rad, und er hofft, ihnen ein gutes Vorbild zu sein. Die ganze Familie unterstützt seine Leidenschaft und feuert ihn bei Rennen oft an.

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