Die Verbindung zwischen Roter Bete, deinem Darm und deiner Stimmung
Neuere Forschungen zeigen, dass rote Rote Bete (Beta vulgaris L.) nicht nur Ihren Darm nährt, sondern auch Ihr geistiges Wohlbefinden über die Darm-Hirn-Achse unterstützen kann.
Steigert SCFAs
Rote Bete erhöht die kurzkettigen Fettsäuren (SCFAs), Metaboliten, die von Darmbakterien aus Ballaststoffen produziert werden [Wang et al., Food Chemistry 2023]. SCFAs sind dafür bekannt, systemische Entzündungen zu reduzieren und werden mit einer verbesserten Stimmung in Verbindung gebracht, wobei bei Personen mit Depressionen häufig niedrigere Werte beobachtet werden [Verma et al., Cells 2024].
Nährt nützliche Bakterien
Der Konsum fördert das Wachstum von Bakterien wie Akkermansia municiphila, die umgekehrt mit Fettleibigkeit, Entzündungen und Stoffwechselstörungen in Verbindung stehen [Wang et al., Food Chemistry 2023]. Ein gesünderer Stoffwechsel- und Entzündungszustand ist stark mit einer besseren Gehirnfunktion verbunden.
Enterotypabhängige Reaktion
Ihr einzigartiger Darm-Enterotyp (z. B. Bifidobacterium-dominant) kann die Stärke Ihrer Reaktion bestimmen. Forschungen zeigen, dass darmmikrobiome mit einem hohen Anteil an Bifidobacterium nach dem Verzehr von Rote-Bete den größten Anstieg der SCFA-Produktion aufweisen, was die Notwendigkeit personalisierter Ernährung unterstreicht [Ko et al., Life 2024].
Moduliert die Stressreaktion
Das Darmmikrobiom beeinflusst die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse), das zentrale Stressreaktionssystem des Körpers. Eine beeinträchtigte Funktion der HPA-Achse wird mit Angst- und depressiven Störungen in Verbindung gebracht [Simpson et al., Clinical Psychology Review 2001]. Durch die Unterstützung einer ausgewogenen Mikrobiota kann Rote Bete helfen, Stressmarker wie Cortisol zu regulieren.
Obwohl noch mehr langfristige und groß angelegte Studien erforderlich sind, stellt die Aufnahme von Rote Bete in Ihre Ernährung eine vielversprechende, natürliche Ernährungsstrategie dar, um das Darmmikrobiom zu fördern, Entzündungen zu beruhigen und die geistige Klarheit zu unterstützen.
Wichtiger Forschungshinweis
Die hier zitierten Studien untersuchten verschiedene Formen von Roter Bete – einschließlich Saft, Konzentrat, Pulver und ganze Rote Bete – in verschiedenen menschlichen und tierischen Modellen. Während die aktiven Verbindungen (Betalaine, Ballaststoffe, Polyphenole) gleich bleiben, können ihre Konzentration und Bioverfügbarkeit je nach Verarbeitung (z. B. Pulver vs. frisch) variieren. Daher gelten die beschriebenen allgemeinen Mechanismen (SCFA-Produktion, mikrobielle Modulation) für den Verzehr von Roter Bete insgesamt, aber spezifische Effekte können je nach Form, Dosis und individueller Darmflora unterschiedlich sein. Berücksichtigen Sie stets die verwendete Form bei der Interpretation der Forschungsergebnisse.
Quellen
Shaikh et al., Cureus 2024, Verständnis der Auswirkungen des Darmmikrobioms auf die psychische Gesundheit: Eine systematische Übersicht
Verma et al., Cells 2024, Darm-Hirn-Achse: Rolle des Mikrobioms, Metabolomik, Hormone und Stress bei psychischen Gesundheitsstörungen
Simpson et al., Clinical Psychology Review 2001, Das Darmmikrobiota bei Angst und Depression – Eine systematische Übersicht
Surono et al., Nutrients 2022, Wirkung verschiedener funktioneller Nahrungsergänzungsmittel auf das Darmmikrobiota von prädiabetischen indonesischen Personen während Gewichtsverlust
Ko et al., Life (Basel) 2024, Enterotyp-spezifische Wirkungen von rotem Rote-Bete-Pulver (Beta vulgaris L.) und Betanin auf das menschliche Darmmikrobiota: Eine vorläufige Studie basierend auf einem In-vitro-Fäkalfermentationsmodell
Wang et al., Food Chemistry 2023, Wirkung des zweiwöchigen Konsums von rotem Rote-Bete-Saft auf die Modulation des Darmmikrobiota bei gesunden menschlichen Freiwilligen – Eine Pilotstudie
Adekolurejo et al., Animals (Basel) 2023, Wirkung einer mit roter Rote-Bete ergänzten Ernährung auf die Zusammensetzung des Darmmikrobiota und das Metabolitenprofil von abgesetzten Ferkeln – Eine Pilotstudie
Calvani et al., Clinical Nutrition 2024, Rote-Bete-Saft-Konsum beeinflusste positiv das Darmmikrobiota und die Entzündung, konnte jedoch die funktionellen Ergebnisse bei Erwachsenen mit Long COVID nicht verbessern: Eine pilotierte randomisierte kontrollierte Studie
GESCHRIEBEN VON
Ärztin Alyssa Bianzano
Dr. Bianzano ist eine junge Ärztin und angehende Kinder- und Jugendpsychiaterin mit einer tiefen Leidenschaft dafür, jungen Menschen zu helfen, mental, emotional und körperlich zu gedeihen. Als medizinische Autorin und Beraterin für Stamox liebt sie es, komplexe Gesundheitsthemen in klare, stärkende Informationen zu verwandeln. Alyssa glaubt an die heilende Kraft des Gleichgewichts und verbindet Psychiatrie, Ernährung und Bewegungstherapie, um das Wohlbefinden des ganzen Menschen zu unterstützen.